Pico del Teide und Seilbahn

Vulkan und Teleférico

Pico del Teide und Seilbahn
Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de, CC BY-SA 3.0 DE · Wikimedia Commons
Der höchste Berg Spaniens
Der Pico del Teide ist mit 3.715 Metern nicht nur der höchste Gipfel Teneriffas und Spaniens, sondern auch der höchste Punkt des gesamten Atlantiks. Vom Meeresboden aus gemessen bringt es der Vulkan auf über 7.000 Meter und zählt damit zu den mächtigsten Vulkanbauten der Erde. Zusammen mit dem benachbarten Pico Viejo bildet er ein Doppelvulkan-Massiv im Zentrum der Insel.
Vulkan und Geologie
Der Teide ist ein aktiver, derzeit aber ruhender Schichtvulkan. Er ist in den letzten Jahrtausenden innerhalb der grossen Caldera Las Cañadas emporgewachsen. Sein Gestein reicht von zähen, hellen Laven bis zu dunklem Basalt und glasigem Obsidian. Nahe dem Gipfel treten Schwefeldämpfe aus, und der Boden ist stellenweise warm, ein deutliches Zeichen, dass der Vulkan nicht erloschen, sondern nur schlafend ist.
Ausbrueche
Historische Ausbrüche ereigneten sich vor allem an den Flanken, nicht am Hauptgipfel. Bekannt sind die Eruptionen von 1704 bis 1706, bei denen ein Lavastrom den Hafen von Garachico zerstörte, sowie der letzte Ausbruch auf Teneriffa im Jahr 1909 am Flankenvulkan Chinyero. Der Teide wird heute genau überwacht.
Mythos der Guanchen
Für die Guanchen war der Berg heilig und trug den Namen Echeyde, was so viel wie Hölle bedeutete. Nach der Überlieferung fing der böse Dämon Guayota den Sonnengott Magec und sperrte ihn ins Innere des Berges, sodass Finsternis über die Insel kam. Erst der höchste Gott Achamán befreite Magec und verschloss Guayota für immer im Vulkan. Ausbrüche galten den Guanchen als Zeichen, dass Guayota sich regte.
Seilbahn und Aufstieg
Die Seilbahn (Teleférico) bringt Besucher von der Talstation auf rund 2.356 Metern bequem bis zur Bergstation La Rambleta auf 3.555 Metern. Der letzte, rund 200 Höhenmeter lange Weg zum eigentlichen Kraterrand ist aus Naturschutzgründen nur mit einem kostenlosen, im Voraus zu buchenden Permit erlaubt. Von der Bergstation führen kurze Aussichtswege zu den Miradores Fortaleza und Pico Viejo. Anfahrt über die TF-21, kostenlose Parkplätze an der Talstation.
Aussicht und beste Zeit
Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Teide über das Wolkenmeer hinweg bis zu den Nachbarinseln La Gomera, La Palma, El Hierro und Gran Canaria. Am schönsten ist es an klaren Vormittagen; oben ist es kalt und die Sonne intensiv, also warm anziehen und schützen.